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Nächtlicher Besuch - Teil 20

Autor: Frank Six
Geschrieben am: 18.09.2001 um 21:09 Uhr

Während dessen kämpfte Reigam mit seinem Magischen Spiegelbild, wer die lustige Passage aus Asterix kennt weis was jetzt kommt: an den Ohren ziehen an, der Nase ziehen, im Takt stampfen, seltsame Laute von sich gebend, und am Barte ziehend, Ratsch… nanu das Ebenbild hat einen falschen Bart, völlig perplex hielt Reigam inne und vergass einen Moment lang alle Vorsicht, die sein böses Ebenbild ausnutzte, es ergriff den Alten Magus und zog ihn in den Spiegel, und dafür sprang das böse Ebenbild heraus, Reigam war fortan im Spiegel gefangen, kaum in der richtigen Welt angekommen ging mit dem Besucher aus der Anderswelt eine Wandlung durch sein Gesicht wurde kariert, und ein hämisches Lachen erhob sich als er auf den Spiegel zuging in dem Reigam verzweifelt an das innere der Spiegeloberfläche hämmerte, und stieß ihn um… der Spiegel viel nach Hinten und zerbrach in tausend und eine Scheibe, die sich über den Boden ausbreiteten, und der böse Doppelgänger verließ hämisch lachend den Raum…

Ein paar Stunden Später hörte man einen Hahn schreien, und das Licht viel auf die Reste des Spiegels der Dunkelheit, und verdampfte ihn, wodurch für Reigam der Weg in die richtige Welt wieder freiwurde, kurzentschlossen stiegen die 1001 Reigams aus den Spiegelbruchstücken, wuselten verwirrt umher, und fingen an sich zu balgen da jeder überzeugt war der richtige Reigam zu sein…

Aus Reigams Zimmer tönten leise piepsige Stimmen, und ein gedämpftes Knuffen und Puffen.

Gerade in diesem Moment kam Boridan vorbei da er wusste das Reigam immer ein paar Apfelsinen versteckt hatte, der Gesundheit wegen, misstrauisch legte er sein Ohr an die Tür als er die piepsigen Stimmen hörte, was mag Reigam jetzt bloß wieder treiben, dieses knuffen und leichte scheppern machte ihn aber nervös so riss er die Tür auf und erblickte, eine Horde von: „Zwerge!!!!!!“ Die 1001 Minireigams hielten Inne blickten auf einen riesigen Stiefel, daran hinauf, „Hilfe, hilfe“ piepste es leise „ein Riese ein Riese“, und stoben außeinander, sprangen in Pantoffeln, versteckten sich in Mäuselöchern, krochen unter Teppich und Komoden.

Boridan den man auch den Fels nannte, der in seinem Leben schon vieles gesehen hatte, staunte nicht schlecht, als er das sah. Sein Kiefer klappte förmlich nach unten.

Er schloss die Augen, „Ich halluziniere.“ Boridan wischte sich in den Augen und öffnete sie wieder, und tatsächlich alle Zwerge waren verschwunden, just in diesem Moment ging ein Zittern durch die Burgmauern, einem Gast wäre das nie aufgefallen, aber einem Alten Ritter wie Boridan war das Gemäuer der Drachenburg schon ins Blut übergegangen und so spürte er das leise Knistern und Knacken mehr als das er es wirklich wahrnahm, und dieser Ton der in der Luft lag, sowas hatte er schon mal gehört in längst vergessenen Zeiten, dieses Geräusch kannte er, unwillkürlich stellten sich seine Nackenhaare auf, all seine Sinne klingelten Alarm, dieses Gefühl hatte er schonmal in den Zeit vor der Zeit als noch gewaltige Drachen den Himmel beherschten, Boridan wirbelte herum, und sah einen, nein zwei, karierte Personen die ihn fröhlich angrinsten, Reigam und Takina, bevor er es richtig realisierte das Reigam nicht wie üblich einen Krückstock trug, auf der die Last seines Alters und seines Amtes ruhte, sondern einen Knüppel und Takina auch wurde es auch schon schwarz um ihn herum, als ihn die erste Keule traf… Rumps…

Ewige Zeiten schienen vergangen zu sein, etwas war merkwürdigen anders als sonst doch was war es, Boridan versuchte sich zu bewegen doch nichts, seine Muskeln schienen zu versagen ihm den Dienst zu verweigern, in seinen Ohren schien das Blut zu rauschen, und irgendwas schien in seinem Mund zu stecken was nicht herauswollte, „Und kein Licht, ah ja, natürlich eine Binde, hm dann bin ich wohl gefesselt?!“ Und noch etwas schien anders zu sein als sonst, die Schwerkraft, er konnte sie nicht einloten, als ob er in der Luft mit dem Kopf nach unten herumhing… Plötzlich spürte er eine Bewegung an der Binde und ein schwacher Kerzenschein enthüllte ihm die Gestalt von Reigam, der immer noch so komisch kariert war, und der hielt grinsend einen Puschel in der Hand und setzte ihn auf Boridans Kleidung und verschloss grinsend wieder die Binde.

Boridan schaukelte verzweifelt hin und her „Hilfe ich werde gepuschelt“ während sich der kleine Puschel einen Weg in Boridans Kleidung suchte…

geschichten/fantasy/naechtlicher_besuch/teil_20.txt · Zuletzt geändert: 24.03.2011 22:06 (Externe Bearbeitung)
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