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Nächtlicher Besuch - Teil 2

Autor: Andreas Fischer
Geschrieben am: 13.08.2001 um 23:13 Uhr

… der so unerträglich laut war, daß sogar ein nach Schlaf dürstender Barde aus seinem kreativen Schlaf gerissen wurde. „Was in Rhondas Namen…“ fluchte er leise und suchte in der Dunkelheit nach seinen Leisetretern, die er allerdings nicht fand. Mißmutig schlurfte er zur Tür und riß sie auf. „WAH!“ kreischte Takina laut auf und sprang erschrocken zur Seite, fast hätte er dabei Bekanntschaft mit Dreibuchstabens Schwert gemacht, der es reflexartig zur Abwehr hochgezogen hatte. „Es ist nur“, Dreibuchstabens Worte kämpften nach der nötigen Ruhe, konnten aber ein leises, verhaltenes Kichern nicht unterdrücken. „unser Barde!“ Da platzte der tosende Lacher auch schon aus ihm heraus. Nicht nur, daß der überraschte Barde kreideweiss im Gesicht war, nein die Tatsache, daß der Musiker und Geschichtenerzähler nackt vor ihnen stand mitsamt eines unscheinbaren Samenspenders vorne, animierte ihn zu einem ungebremsten Lachanfall. Endlich hatte sich auch Takina beruhigt und fiel in das Lachen von Dreibuchstaben mit ein. Sogar die sonst ernste Lady Cancelot mußte beim Anblick dieses kalkbleichen Barden grinsen. „Was ist, Rouvasch? Kommst Du zurück ins Bett?“ murmelte eine verschlafene, weibliche Stimme aus Rouvaschs Gemach. Takinas Lachen verstummte, im nächsten Augenblick war auch Dreistuben toternst. Die beiden beäugten den immer noch regungslosen Barden ungläubig. Endlich begann Takina zu sprechen, „Habe ich da nicht eben eine bekannte Stimme gehört? Rouvasch? Hast Du etwa mit… nein, das glaube ich nicht!“ „Wer? Los sag schon, Gobbo! Ich bin doch noch nicht solange auf der Burg. Takina, los sag schon. Wer liegt mit Rouvasch im Bett?“ drängte Dreibuchstaben den Gobbo. Takina öffnete prahlerisch den Mund und schloß ihn sofort wieder. Der Blick des Barden verhiess nichts Gutes, „Takina, ein Wort und…“ Takina blickte Rouvasch mit großen Augen an, „Nein, nicht! Bitte!“ „DOCH! Ein Wort und…“ Rouvasch machte auf der Schwelle kehrt und ließ die Tür laut hinter sich zufallen, dann hörte man, wie sich ein gußeiserner Schlüssel in der Tür drehte. Auch Lady Cancelot war näher an den Gobbo herangerückt, sie war zuvor zu weit weg gewesen um genau zu verstehen, wem die weibliche Stimme gehört hatte. Für einen Moment schienen die vermeindlichen Eindringlinge vergessen zu sein. Was Cancelot und Dreibuchstaben in diesem Moment brennend interessierte, war die Frage: Wer lag da mit Rouvasch im Bett? Und der, der es wußte, der schwieg betreten. „Sprich Takina! Oder ich lasse Dein Bild aus der Ehrengalerie wieder entfernen“

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