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Nächtlicher Besuch - Teil 17

Autor: Frank Six
Geschrieben am: 08.09.2001 um 18:26 Uhr

Quon sah sich nochmal um, Reigam schien die Sache ja ganz gut im Griff zu haben, und zog sich in seine Bibliotek zurück. All das Chaos der letzten Tage, ich brauche Urlaub! Ja genau, der Meister der Drachen hat es schon beansprucht, das freiwillig, lasse ich den Rest mal drei Wochen in Ruhe, warum sollte ich mich nicht auch anschließen.

Gesagt getan, Quon geht zu einer geheimen Stelle kippt dort einen Stein um unter dem ein Roter Knopf zum vorschein kommt, zögert kurz drückt ihn dann aber entschlossen…

Man hört ein knirschen und Knistern wie sich alte Steine aufeinander bewegen uralte Seilzüge spannen und kettenzüge bewegen, schließlich öffnen sich in den Wänden kleine Kammern in denen jeweils ein Regal verschwindet, das knirschen und schieben bewegt sich durch alle Abteilungen der Bibliothek, im Großen Lesesaal offnet sich nach Jahrunderten das erstemal wieder Decke, und lässt Licht in den nun leeren Saal, indem nurnoch ein paar kleine Spinnen verzweifelt, nach ihren heimatlichen Regalen suchen…

Wieder scheint das Beben durch die Bibliothek zu gehen, diesmal fallen Adamantiumgitter und Türen herab und verschließen alle Gänge Zugänge Ausgänge und auch die geheimen Geheimgänge und deren geheimen Zugänge, Quader schieben sich umher, bis auch die Geheimgänge nicht mehr zugänglich sind und auch nicht mehr Sichtbar für die die wissen wo sie waren, zufrieden schaut sich Quon um ob all die Alten Schätze in ihrer Ruhestätte angekommen, besonders die mächtigen Zauberbücher der Burg, einige Bände vom Drachenmeister und ein Großes Zauberbuch das zur Reparatur hier war, sind in Sicherheit… Quon geht zur letzten noch offenen Türe, schreitet hindurch und schließt ab, mit dem letzten Klick des Schlüssels strömt ein Luftverdrängendes haltbarmachendes Gas in die Bibliotek, und die Tür scheint auf geheimnissvolle weise mit der Mauer zu verschmeltzen, als ob sie nie dagewesen wäre. Zufrieden ob seines Werkes schlendert Quon nochmal zum Haupteingang, betrachtet diesen, hält Inne, sucht sich ein Loses Brett aus der Umgebung, kritzelt ein paar Silben darauf, und hängt es an die Tür, verschwindet um die Ecke gleich der Tür seines Gemaches, die auf geheimnissvolle Weise, mit der Bibliotek verschlossen und getarnt wurde… Zurück bleibt nur ein Schild auf der Lenkholzgetäfelten verzierten Bibliothekstür, und ihren mächtigen Adamatium Schließern auf dem steht:

Bin auf weiteres im Urlaub
Alle besonders lästernde BARDEN,
haben keinen Zutritt!!!

Tief unten im Kerkertrackt hat es der grüne Takina gerade noch geschafft von der Treppe des Geheimgangs durch eine Öffnung zu springen, als dieser sich zu bewegen anfing und ganze Quader sich auf magische weise in den Geheimentreppengang schoben.

Au verdammt eine Diebstahlsicherung…. Pah Glück im Unglück…. wo bin ich hier eigentlich? In dem Moment fällt sein blick auf ein rostige Kette, an der noch das Skellett des vorherigen Bewohners hängt… „Aaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhh…“ Takina rennt um die Ecke, feuchtes vergammeltes Stroh aufwirbend, eine Treppe hoch, wo Ratten und Mäuse vor ihm flüchten, und scheitert auf der Flucht an einer uralten verrosteten Kerkertür, die natürlich verschlossen ist, ein Blick durch das kleine Gitter offenbart ihm Trümmerstücke im Gang vor der Tür, oh weh!… mir schwant furchtbares… ein nicht mehr genutzter Trakt der Burg, was mach ich jetzt…. Verzweiflung steht in den Kulleraugen des Gobos… während der Fackel Schein langsam zuneige geht…

Und durch die seit den Bundkriegen nicht mehr genutzten Gänge schallen verzweifelte Hilferufe…

Die in der gewaltigen Kerkerhalle etwas wecken, das seit den Jahren der Bundkriege schlief und sich von den Wunden erholte, erst öffnet sich eins der vor Feuer flammenden Augen, dann das andere, Augen so groß wie Pflugsräder, und von einem Glanz wie das lebende flammende Feuer eines Vulkans, mächtige Muskelberge bewegen sich unter den riesigen tiefschwarzen Schuppen, ein zittern geht durch die Halle als das Wesen sich erhebt, die gewaltigen Flügel streckt, und mit einem urgewaltigem Brüllen fast die Höhle zum Einsturz bringt, dieses Geräusch ist fast überall in der Burg zu hören, mal lauter mal leise wie der Wind. Überall auf der Burg recken die Drachen der Ritter die Hälse, hier ist etwas mächtiges geweckt worden, das in Friedenszeiten besser ruhen sollt, dieses riesige schuppige Wesen hat einen Namen. Legenden berichten von Pelur einem riesigen Kampfdrachen, dem Drachen des ersten Drachenmeisters, ein Orkan der Vernichtung, unersättlich in seiner Wut sowie in seinem Hunger auf alles Lebende.

Kaum erwacht erschnüffeln die gewaltigen Nüstern des Drachen, auch schon den Duft eines leckeren Morgenhappens, geröstet, ein gewaltiger Odem fegt durch die riesige Kerkergruft, die Hitze steigt ins Unerträgliche. Gerade wohlig warm für einen eben erst erwachten Drachen, und während die Wände Boden und die Decke sowie ein paar Säulen im Nachhall des Odems, noch hellweis glühen, sich die Strohreste als Asche niederschalgen, blickt Pelur sich um, während seine Nüstern die verbrannte Luft erfassen…

Takina geht in diesem Moment nur ein Gedanke durch den Kopf - ein großer Nubier der ihn fragt: „Widu Haschkeks kaufen hm?“, während er langsam in eine schmale Ecke zurückweicht.

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