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Nächtlicher Besuch - Teil 1

Autor: Malik Athramis
Geschrieben am: 13.08.2001 um 22:43 Uhr

Das hier ist eine Fortsetzungsgeschichte… …nur mal so, weil mir langweilig ist.

Nächtlicher Besuch

Laut und deutlich konnte man eine Gestalt durch die Gänge der Drachenritterburg schleichen hören. Dabei trug der 101. Ritter doch nur sein Schlafkettenhemd, ein paar Beinschienen und seine Lieblingspanzerstiefel. Mit einer riesigen Streitaxt in der Hand tastete er sich durch die unbeleuchteten Gänge und versuchte dabei jedes Geräusch, das lauter als ein heranstürmendes Schlachtroß war, zu vermeiden. Irgend etwas hatte er gehört. Und er war sich sicher, daß dieses Etwas nach einer gehörigen Tracht Prügel schrie. Da es in der letzten Zeit (immerhin über eine Woche) keinen Angriff mehr auf die Burg gegeben hatte, mußte es einfach ein Feind sein. Vermutlich war es ein Assassine, der eingedrungen war um den ersten Magier, oder ähnlich wichtige Persönlichkeiten des Drachenritterordens, auszuschalten. Vielleicht hatte der Eindringling sogar schon bemerkt, daß der tapfere dreibuchstabige Ritter hinter ihm her war und lauerte nun irgendwo im Gebälk. Also mußte der Ritter seinen Blick nach oben richten, um nicht in einen Hinterhalt zu geraten. Seine ganze Aufmerksamkeit auf die Hinterhalte gerichtet, stolperte Dreibuchstaben (die im Moment vorherrschende Persönlichkeit seiner Selbst) fast über die kleine Gestalt, die aus einem Seitengang gelaufen kam um zu sehen, warum hier jemand solch einen Lärm veranstaltete. Der Goblin kreischte laut auf, als ein stählerner Stiefel nur wenige Zentimeter neben seinem nackten Fuß auf den Boden stampfte. Dann begann er lauthals zu fluchen. „Verdammt nochmal, kannst du nicht aufpassen, wo du hintrampelst, du… UMPF!!!“ Mit einer beiläufigen Handbewegung hatte der 101. Ritter den Goblin an Unterkiefer und Nase gepackt und ihm somit die Klappe gestopft. „Psst!“, zischte er dem kleinen Grünling zu. „Wenn ich dich jetzt loslasse… meinst du, du könntest es dann fertig bringen, nicht herumzubrüllen?« Takina versuchte ein Nicken anzudeuten, konnte sich aber im Schraubstockgriff des Mannes nicht bewegen. Dreibuchstaben öffnete die Hand. „Was ist denn los?“, flüsterte der Gobbo unerwartet leise. „Ein Eindringling.“, antwortete der Ritter knapp. „Was? Toll!“, Takina rieb sich freudig die Hände: „Fangen wir ihn?“ „Wenn das so einfach wird, natürlich. Aber ich hof…äh…vermute, daß es zu einem harten Kampf um Leben und Tod kommen wird. Warscheinlich haben wir es mit einem Assassinen zu tun.“ Takinas Grinsen wurde zu einer entschlossenen Fratze. „Also gut, dann los.“, sagte er und zog den Dolch aus seinem Gürtel. Doch schon wenige Schritte weiter, wurden sie erneut aufgehalten. „Ein Geist!!“, kreischte der Goblin, alle Heimlichtuerei vergessend, entsetzt auf. Auch Dreibuchstaben lief ein eiskalter Schauer den Rücken hinunter als er die schneeweiße, mit einem Schwert bewaffnete Gestalt erblickte, die, in ein unheimliches Licht getaucht, plötzlich vor ihnen erschienen war. „Warum zum Teufel macht ihr hier so einen Krach? Wißt ihr eigentlich wie spät es ist?“ Lady Cancelot schien leicht erzürnt zu sein. Augenscheinlich schien es ihr nicht sonderlich viel Freude zu bereiten, mitten in der Nacht, in Nachthemd und Plüschpantoffeln, zwei lärmende Ritter vor ihrer Tür vorzufinden. Die Kerze, die auf einem Tisch hinter ihr brannte, flackerte nervös in einem lauen Nachtlüftchen. „Psst!“, zischten ihr die beiden Schleicher (Vielleicht wäre das Wort „Polterer“ eher angebracht) gemeinsam entgegen, als sie erkannten, wer vor ihnen stand. „Es tut mir leid, daß wir euch geweckt haben, Lady Cancelot, aber…“ “…eine Horde Assassinen ist in die Burg eingedrungen!!“, vollendete Takina den Satz. Der 101. Ritter warf dem Goblin einen schiefen Blick zu, auf den dieser nur mit einem Schulterzucken antwortete. „Nun, das ist wahrlich ein guter Grund, so spät noch auf den Beinen zu sein. Dann laßt uns gehen und sie von hier vertreiben.“ Mit diesen Worten schloß die Frau die Tür hinter sich, umfaßte ihr Schwert mit beiden Händen und folgte den beiden anderen Rittern durch den Gang. Geduckt und mit gezogenen Waffen schlich die ungleiche Gruppe weiter durch die nächtliche Drachenritterfeste und verursachte dabei einen Heidenlärm…

Weiterschreiben!!! Bitte …

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