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Der Computerpionier, Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes, Computerkritiker, Träger verschiedener Ehrendoktortitel, Erfinder von ELIZA und Kritiker der Gesellschaft Joseph Weizenbaum ist gestern im Alter von 85 Jahren nach einer schweren Krankheit gestorben.
"Unser Tod ist der letzte Service, den wir der Welt leisten können: würden wir nicht aus dem Weg gehen, würden die uns folgenden Generationen die menschliche Kultur nicht wieder frisch erstellen müssen. Sie würde starr, unveränderlich werden, also sterben. Und mit dem Tod der Kultur würde alles Menschliche auch untergehen."
"Der Glaube, dass Wissenschaft und Technologie die Erde vor den Folgen des Klimawandels bewahren wird, ist irreführend. Nichts wird unsere Kinder und Kindeskinder vor einer irdischen Hölle retten.
Es sei denn: Wir organisieren den Widerstand gegen die Gier des globalen Kapitalismus."
"Würde die weltweite Gesellschaft nur vernünftig sein, könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus dieser Erde ein Paradies machen. In der Tat ist sie kein Paradies, sondern ein Irrenhaus - doch nicht, weil wir etwa nicht genug wissen."
"Der meiste Schaden, den der Computer potenziell zur Folge haben könnte, hängt weniger davon ab, was der Computer tatsächlich kann oder nicht kann, als vielmehr von den Eigenschaften, die das Publikum dem Computer zuschreibt. Der Nichtfachmann hat überhaupt keine andere Wahl, als dem Computer die Eigenschaften zuzuordnen, die durch die Presse verstärkte Propaganda der Computergemeinschaft zu ihm dringen. Daher hat der Informatiker die enorme Verantwortung, in seinen Ansprüchen bescheiden zu sein."
Weizenbaum hat einige Publikationen veröffentlicht. So zum Beispiel erst vor kurzem den Text "Wir gegen die Gier".
Quelle: heise online, n-tv, Volksstimme
Geschrieben von Stefan Jahn
in Geschichte
um
19:07
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"Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. ... das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land." - Herrmann Göring
Quelle: S.270, Nürnberger Tagebuch, von G.M. Gilbert (Ehemaliger Gerichts-Psychologe beim Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher.) Aus dem Amerikanischen übertragen von Margaret Carroux ... - Fischer: Frankfurt a.M., 1962. - 455 S.
Und nun macht mal einen vergleich in unsere Zeit, denkt dabei vor allem an "Terrorgefahr", "Terrorismus" und "Wolfgang Schäuble". Na, was fällt auf?
Wachte auf...!
Geschrieben von Stefan Jahn in Geschichte, Politik um 12:39 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
Fast jeder der etwas mit Computer zu tun hat dürfte soganannte ASCII-Art kennen. Dies sind kleine Bilder die nur aus Buchstaben, Zahlen und anderen Zeichen bestehen die man auf der Tastatur findet. Weit verbreitet war ASCII-Art damals (heute wohl auch noch) in den klassischen Mailboxen in die man sich per Modem einwählte. Das waren noch Zeiten. Wer kennt noch die "Paint it Black" oder "Just for Fun"-Mailbox aus Lörrach.
Nun, zurück zur ASCII-Art. Was meint ihr wie alt diese Art von Kunst ist? Mailboxen sind schließlich auch erst seit ein paar Jahren verschwunden und durch das Internet verdrängt worden. Modern Mechanix hat einen alten Artikel ausgegraben in dem man nachlesen kann wie man ASCII-Art mit einer (alten) Schreibmaschine erstellen kann. Der Artikel ist immerhin schon 1948 erschienen. Also schon ein paar Jahre her.
Quelle: gulli
Geschrieben von Stefan Jahn
in Allgemeines, Geschichte
um
21:50
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